Junges Orchester Kreuzau e.V.

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Musikschule Kreuzau

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Adieu!

05.11.18

Autor: Dorothee Liebe

Eine Ära ist zu Ende gegangen: John Kikken hat nach 35 Jahren als musikalischer Leiter des Jungen Orchesters Kreuzau (JOK) den Taktstock an seine Nachfolgerin Jonneke Hanssen-Moerke übergeben. Das Orchester hat sich beim „Festkonzert“ und einer internen Feier von ihrem langjährigen Dirigenten verabschiedet – und dafür gesorgt, dass John Kikken das JOK so schnell nicht vergessen wird.

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John Kikken hatte vor kurzem die Qual der Wahl: Er musste zehn Musikstücke für das „Festkonzert“ auswählen. Das Konzert stand unter dem Motto „Musik verbindet jahrzehntelang“ und hatte einen besonderen Anlass: Es war John Kikkens letztes Konzert mit dem JOK und vor Kreuzauer Publikum. Für den Abend hatte ersich zwei Dinge vorgenommen: Die gemeinsamen Jahre, die er mit dem JOK und dem Publikum erlebt hatte, zu feiern – und das mit Musikstücken, die ihm persönlich viel bedeuten. So fiel die Wahl schließlich auf „Choral and Rock-Out” vom niederländischen Komponisten Ted Huggens als Eröffnungsstück, denn dieses Werk hatte John Kikken im März 1984 bei seinem ersten Konzert mit dem JOK gespielt. Auch „Amsterdam Pictures“ war dabei – eine Hommage an seine niederländische Herkunft – sowie Medleys von Udo Jürgens und André Rieu. Beide Musiker bewundert er schon sehr lange. Emotionaler Höhepunkt des „Festkonzerts“ war sicherlich der Titel „Music“ von John Miles sowie anschließend „Alte Kameraden“ und „Johnny B. Goode“. Dabei gesellten sich ehemalige JOK-Mitglieder mit ihren Instrumenten zum Orchester auf die Bühne, um noch einmal für und mit John Kikken zu musizieren. Fotos seines Werdegangs sowie Bilder von JOK-Mitgliedern untermalten das gemeinsame Spiel. Zuvor hatte sich der Kreuzauer Bürgermeister Ingo Eßer in einer Rede bei John Kikken für seine erfolgreiche musikalische Arbeit in der Gemeinde Kreuzau bedankt.

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In 35 Jahren haben das Junge Orchester Kreuzau und sein Dirigent John Kikken nicht nur den Notenschrank mit den Noten zu über 700 verschiedenen Werken gefüllt, sondern auch viele gemeinsame Erlebnisse, Erfahrungen und Erfolge geteilt. Konzerte in Kreuzau, Düren, Aachen und sogar in den USA standen auf dem Programm, genauso wie Orchesterfahrten in die Niederlande sowie nach Bayern, Frankreich und Tirol. Über 100-mal stand John Kikken mit dem JOK auf der Bühne, um mit den Musikern ein Frühjahrs,- Herbst,- oder Weihnachtskonzert zu geben. In Summe verbrachte er dabei hunderte Tage im Auto, um zu den JOK-Proben anzureisen. Kein Wunder, dass die JOK-Musiker sich für diesen Einsatz gebührend bedanken wollten.

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Nach dem „Festkonzert“ gab John Kikken in der Musikschule der Gemeinde Kreuzau für die JOK-Mitglieder und langjährige Unterstützer sowie Förderer des Jungen Orchesters Kreuzau eine interne Abschiedsfeier. Dabei griffen die Musiker ausnahmsweise einmal nicht zu ihren Instrumenten, sondern sangen ihrem scheidenden Dirigenten ein Ständchen zum Abschied. Kurt Kappes, der das JOK von 1975 bis 1980 leitete und dem Orchester seither eng verbunden ist, hatte den Songtext des Titels „Dem Land Tirol die Treue“ umgeschrieben. So sang das Orchester: „Du bist der Mann, dem wir die Treue halten...“. Gleich darauf übergaben einige Mitglieder des Orchesters, die zur Gestaltung des „Festkonzerts“ und der Abschiedsfeier federführend beigetragen hatten, einige Abschiedsgeschenke an John Kikken: Ein Fotoalbum mit Erinnerungen aus den vergangenen Jahrzehnten, ein Buch, in dem jedes Mitglied persönliche Worte an den ehemaligen Dirigenten niedergeschrieben hatte – und eine selbstgebaute Bank.

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Die Bank steht mittlerweile im Garten von John Kikken und seiner Frau Carla. Eine große Delegation des Orchesters hatte die Bank, in die auf einer Plakette ein Konterfei von John Kikken und das „Festkonzert“-Motto „Musik verbindet jahrzehntelang“ eingelassen ist, zu Kikkens transportiert. Ein Ständchen durfte dabei im Garten der Eheleute natürlich nicht fehlen. Nach all dem Trubel genießt John Kikken nun erst einmal den Ruhestand: Auf seiner Wunschliste stehen Konzertbesuche in der Elbphilarmonie in Hamburg und im Concertgebouw in Amsterdam, Urlaubsreisen, Touren mit seinem Oldtimer – und ab und zu ein Abstecher nach Kreuzau, um bei Konzerten oder anderen Orchesterveranstaltungen dabei zu sein. „Ich hoffe sehr, dass ich ab und zu bei Konzerten auf der Bühne aushelfen kann“, sagt John Kikken. „Man muss mich einfach nur einladen.“

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Wir sagen Adieu, Danke – und bis bald!

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